Suche   
   FAQ   
   Letzte Nachrichten   
25 Mai 2012 02:18 h
EPT Berlin : Überfall – Polizei fasst Verdächtigen
Nachrichten: Aufsteigende Reihenfolge | Absteigende Reihenfolge


Straight
Straight
13 März 2010 12:50 h
Erster Fahndungserfolg nach dem spektakulären Überfall auf Deutschlands größtes Pokerturnier: Ein Mobiles Einsatzkommando der Polizei hat einen mutmaßlichen Verdächtigen festgenommen. Der Mann soll arabischer Herkunft sein. Er wurde am Abend im Berliner Landeskriminalamt verhört.

Im Fall des spektakulären Überfalls auf Deutschlands größtes Pokerturnier hat ein Mobiles Einsatzkommando der Polizei am späten Freitagabend einen mutmaßlichen Verdächtigen festgenommen. Das erfuhr die „Berliner Morgenpost" aus Sicherheitskreisen. Der Mann, der arabischer Herkunft sein soll, wurde zur Vernehmung in das Landeskriminalamt am Tempelhofer Damm gebracht.

Wie es weiter hieß, sollten in der Nacht weitere Durchsuchungen im Berliner Stadtgebiet stattfinden, um weitere Verdächtige dingfest zu machen. Polizei und Staatsanwaltschaft wollten sich laut Polizeisprecher Frank Millert nicht dazu äußern.

Vier bewaffnete und maskierte Männer hatten am vergangenen Sonnabend Deutschlands größtes Pokerturnier im Hotel „Grand Hyatt" am Potsdamer Platz überfallen und 242.000 Euro erbeutet. Dabei hatten sie unter den rund 400 anwesenden Teilnehmern eine Massenpanik ausgelöst, bei der mehrere Menschen leicht verletzt wurden.

Die Täter waren mit Schusswaffen und Macheten zur Registratur gestürmt, wo die Spieler ihr Startgeld entrichtet hatten und Geld in Pokerchips umtauschten. Bei der Flucht war es einem Wachmann kurzzeitig gelungen, einen der Täter zu überwältigen, und ihm einen Großteil der Beute abzunehmen. Ein Komplize befreite den Mann aber. Die Räuber flohen über den Potsdamer Platz in Richtung der Arkaden.

Wie die Zeitung weiter erfuhr, hatte die Polizei bereits Anfang der Woche Hinweise auf das Fluchtfahrzeug der Männer, das einer arabischen Großfamilie gehören soll. Angeblich war der jetzt Festgenommene bereits 2004 an dem Überfall auf die Spielbank Berlin beteiligt.
Bis zum Freitag waren 80 Zeugenhinweise bei der Polizei eingegangen. 40 Menschen waren bereits vernommen worden, so ein Polizeisprecher. Weiteren 40 Hinweisen wurde noch nachgegangen. Eine heiße Spur hatte es zumindest den Angaben der Polizei zufolge bis zum Nachmittag nicht gegeben.

Bereits Anfang der Woche hatte sich Polizeipräsident Dieter Glietsch zuversichtlich gezeigt, das Verbrechen zügig aufklären zu können. Auch der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hatte gesagt, dass die Täter angesichts der „Berge von hinterlassenen Spuren sehr schnell" gefasst würden. „Hier waren offensichtlich nicht Profis am Werk, sondern eher Dilettanten", so Wendt. Es gebe keine neue Dimension von Verbrechen, „vielleicht eine neue Dimension von Dummheit, vor laufenden Kameras eine solche Tat zu begehen".

Optimistisch stimmte die Ermittler, dass von den Tätern DNA-Spuren und Fingerabdrücke sichergestellt werden konnten. Außerdem liegen Videomitschnitte des Raubs vor.

Ein Bericht in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst" hatte trotz eines Millionen-Publikums keine neuen Hinweise gebracht. Einer Sprecherin der Sendung zufolge gab es zwar einige Anrufe, darunter seien aber keine relevanten Hinweise gewesen.

Quelle


888poker wilkommenbonus