Am Samstag war es soweit und die Ermittler der Berliner Polizei schnappten auch die letzen beiden Täter des Überfalls auf die EPT Berlin . Gegen 11 Uhr stellte sich zuerst Mustafa U. und um 19.00 Uhr dann der letzte flüchtige EPT-Räuber Jihad C. Beide mutmaßliche Täter reisten aus anderen Ländern – Libanon, Beirut und Istanbul, Türkei – ein und beugten sich so dem hohen Fahndungsdruck.
Zuletzt hatten die Ermittlungsbehörden die beiden letzten Räuber per internationalem Haftbefehl gesucht und angekündigt, Zielfahnder einzusetzen. Das wirkte, denn kurz danach vermeldeten die Anwälte von Mustafa U. und Jihad C. an, dass ihre Mandanten einreisen und sich stellen würden. Beide Verdächtige wurden auf dem Rollfeld des Berliner Flughafen Tegel festgenommen.
Leider fehlt von der Beute – immerhin 242.000 Euro – weiterhin jede Spur und es mehren sich die Anzeichen dafür, dass es Hintermänner und weitere Beteiligte gibt, die in die Tat auf die eine oder andere Weise verwickelt sind. Nach Informationen der “Berliner Morgenpost” soll die Tat von einer arabischen, polizeibekannten Großfamilie in Auftrag gegeben worden sein. Eine verfeindete Familie habe die Täter verpfiffen.
Ob das alles so stimmt und wer tatsächlich in die Sache verwickelt ist, wird sich hoffentlich im bald stattfindenden Prozess herausstellen. Natürlich ist die gestrige Aktion seitens der Täter auch Kalkül. Ein “sich stellen” wird sich in der Regel positiv im Rahmen der Strafzumessung auswirken, zumal sich die Täter schon in anderen Ländern befanden.
| EPT Berlin : Überfall – Alle Täter in Haft, Geld spurlos verschwunden |
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