Grundlegende Strategie für Texas Holdem Multi-Tisch-Turniere (MTT)
Multi-Tisch-Turniere (MTT) sind Turniere mit mindestens 20 Spielern an zwei Tischen. Es gibt zwei gravierende Unterschieden zu allen anderen Texas Holdem Varianten. Erstens, die Gewinne sind im Verhältnis zu den Einsätzen enorm. Besonders bei MTT mit mehr als hundert oder manchmal sogar mehr als tausend Spielern ist es möglich, eine ungeheure Summe mit relativ kleinem Einsatz zu gewinnen. Ein fantastisches Beispiel ist die Geschichte von Chris Moneymaker (sein richtiger Name). Mit 40$ kaufte er sich in zwei Qualifizierungsturniere ein und gewann ein Ticket für das Hauptturnier der WSOP 2003 (World Championchip Poker) und gewann schließlich den ersten Preis in Höhe von 2.500.000$. Seitdem ist er ein professioneller Pokerspieler. Wer möchte das nicht? Diese Möglichkeit ist wahrscheinlich der Grund für die großen Popularität von MTT’s heutzutage.
Der andere Unterschied von MTT’s im Vergleich zu jeder anderen Form von Poker ist, dass die Chance, tatsächlich etwas zu gewinnen, weniger davon abhängig ist, wie gut ihr spielt. Der Grund dafür ist, dass bei Turnieren mit diesen Umfängen das Glück eine größere Rolle spielt. Zum Beispiel werden am Ende des Turniers alle Chips vor dem Flop in den Pott geworfen, wie bei einem Kopf-oder-Zahl Spiel.
Weiterhin werdet ihr ein hohes Spielkonto brauchen, solltet ihr lediglich MTTs spielen wollen (mindestens das 100fache des Einstiegspreises). Statistisch ist es möglich, bei jeder fünfzigsten Teilnahme an einem MTT in den Preisrängen zu landen. Was immer noch profitabel sein kann. Dennoch, generell wird der stündliche Gewinn im Vergleich zu anderen Pokervarianten kleiner sein. Bedenkt, dass MTT’s immer furchtbar lang sind. Ihr könnt leicht stundenlang spielen und keinen Preis bekommen. Wenn ihr andererseits Glück habt und zum Beispiel ein ziemlich langes MTT mit einem Eintritt von 100$ gewonnen habt, habt ihr ein Jahresgehalt an einem Tag gewonnen!!!
Für eine gute Strategie solltet ihr das MTT in drei folgende Phasen unterteilen:
1. Der Beginn des Turniers
Bei MTT’s solltet ihr im Vergleich zu regulären Tischen eine komplett andere Strategie anwenden. Bei MTT’s ist Bluffen viel weniger effektiv. Das liegt daran, dass für gewöhnlich die Anzahl der Chips der einzelnen Spieler im Verhältnis zur Höhe des Potts viel geringer ist. Außerdem, und dass sollte man sich unbedingt bewusst machen, ist gewöhnlich der positive Effekt, den die Erhöhung der Anzahl eurer Chips hat geringer als der negative Effekt, den die gleiche Anzahl an Chips hat. Oder mit anderen Worten: eine Erhöhung von 2.000 auf 3.000 Chips wirkt sich weniger auf eure Gewinnchancen aus, als sich eine Reduzierung eurer Chips um 1.000 auf die Wahrscheinlichkeit für euch auswirkt zu verlieren. Daher ist es klug, es so oft wie möglich zu vermeiden, auf „gut Glück“ zu spielen. Ebenso wird davon abgeraten, auf einen Draw mit einem großen Anteil eurer Chips zu setzen, wenn lediglich marginalen Gewinnchancen vorherrschen. In Turnieren mit vielen Teilnehmern ist es oft mehr eine Frage des Überlebens (solange wie möglich, bis man in die Preiszone kommt), als zu gewinnen.
In der Anfangsphase eines MTT solltet ihr lediglich mit guten Blättern und bei großen Pötten versuchen, gegen die schlechten Spieler zu gewinnen. Das sollte normalerweise kein Problem sein, wenn man davon ausgeht, dass hier an den MTT’s immer eine Menge von aggressiven, leichtsinnigen Spielern teilnehmen. ihr könnt ungefähr die gleichen Blätter spielen, die wir euch in der grundlegende Strategie beim einfachen Texas Holdem erläutert haben. Und noch einmal, wir raten nachdrücklich vom Bluffen ab!
2. Halbzeit des Turniers
Während des Turniers werden die Blinds zunehmend höher, und deshalb wird es immer bedeutsamer, sie zu gewinnen. ihr solltet das Prinzip anwenden, dass es viel leichter ist mit einem schwachen Blatt zu erhöhen, als mit einem starken Blatt zu callen. Nehmt das als Strategie! Aber passt auf Spieler mit sehr vielen Chips auf. Diese haben manchmal die Strategie, mit allen möglichen Blättern zu callen, um Gegner aus dem Turnier zu drängen. In dieser Phase des Turniers ist es mehr als sonst eine Frage des Überlebens. Ihr müsst Blinds gewinnen, oder die Blinds werden eurem Turnier ein schnelles Ende bereiten. Versucht, Konfrontationen zu vermeiden, es sei denn, ihr seid euch mit eurem Blatt sicher. Bedenkt, dass an diesem Punkt einmal zu verlieren ausreichen kann, um aus dem Turnier zu fliegen.
Wenn ihr viele Chips habt, liegen die Dinge natürlich anders. In diesem Fall könnte es schlau sein, die Überlebenstechnik gegen die anderen Spieler zu missbrauchen. Setzt eure Gegner durch ständiges Erhöhen unter Druck und stellt sie vor die Wahl, entweder auszusteigen oder alles zu setzen. Sie riskieren aus dem Turnier auszuscheiden, während ihr nur einen Teil eures Einsatzes riskiert. Aber erhöht nicht ständig, ihr werdet sonst zu berechenbar. Seid euch auch der schlechten Spieler bewusst, die alles erhöhen werden.
3. Das Ende des Turniers
Am Ende eines Turniers sind alle Entscheidungen vor dem Flop wichtig. Es wird eine Sache zwischen All In oder aussteigen sein. Der wichtigste Teil des Spiels hat begonnen. Für Spieler mit geringem Einsatzguthaben kann es jetzt vernünftig sein, alles zu setzen, wenn es angebracht erscheint sogar auch mit schlechten Blättern. Wenn ihr aussteigt, könntet ihr zuviel verlieren, und wenn ihr alles setzt, habt ihr zwei Möglichkeiten zu gewinnen: ihr gewinnt, weil alle anderen aussteigen oder weil sich schließlich herausstellt, dass ihr doch das beste Blatt habt. In diesem Abschnitt könnt ihr wirklich die verrücktesten Situationen erleben (z.B. Leute die mit AA alles setzen, werden mit J2 herausgefordert und verlieren gegen die J2). Falls ihr ein solides oder großes Einsatzguthaben habt, ist es das Beste, entsprechend der jeweiligen Situation zu handeln. Wenn ihr ein A habt, habt ihr einen Vorteil gegenüber allen Spielern mit zwei verschiedenen Karten ohne ein A. Falls ihr ein Paar (Pocket Pair/Paar) habt, habt ihr einen kleinen Vorteil gegenüber allen Spielern ohne Pocket Paar, und ihr habt einen riesigen Vorteil oder Nachteil gegenüber allen Spielern, die auch ein Pocket Paar haben (wenn zwei Pocket Paare gegeneinander alles setzen, hat das höchste Paar eine Gewinnchance von 4 zu 1!!). Also, wenn ihr ein A oder Pocket Paar in dieser Situation habt, solltet ihr alles wetten (All In), besonderes wenn ihr nur ein kleines Guthaben habt. ihr könnt es euch dann nicht länger leisten, dass euch die Blinds weggeschnappt werden. Die Gefahr ist sowieso da, dass ihr verliert, wobei ihr gleichzeitig die Chance habt, noch die Blinds zu gewinnen.
Einleitung
Multi-Tisch-Turniere (MTT) sind Turniere mit mindestens 20 Spielern an zwei Tischen. Es gibt zwei gravierende Unterschieden zu allen anderen Texas Holdem Varianten. Erstens, die Gewinne sind im Verhältnis zu den Einsätzen enorm. Besonders bei MTT mit mehr als hundert oder manchmal sogar mehr als tausend Spielern ist es möglich, eine ungeheure Summe mit relativ kleinem Einsatz zu gewinnen. Ein fantastisches Beispiel ist die Geschichte von Chris Moneymaker (sein richtiger Name). Mit 40$ kaufte er sich in zwei Qualifizierungsturniere ein und gewann ein Ticket für das Hauptturnier der WSOP 2003 (World Championchip Poker) und gewann schließlich den ersten Preis in Höhe von 2.500.000$. Seitdem ist er ein professioneller Pokerspieler. Wer möchte das nicht? Diese Möglichkeit ist wahrscheinlich der Grund für die großen Popularität von MTT’s heutzutage.
Der andere Unterschied von MTT’s im Vergleich zu jeder anderen Form von Poker ist, dass die Chance, tatsächlich etwas zu gewinnen, weniger davon abhängig ist, wie gut ihr spielt. Der Grund dafür ist, dass bei Turnieren mit diesen Umfängen das Glück eine größere Rolle spielt. Zum Beispiel werden am Ende des Turniers alle Chips vor dem Flop in den Pott geworfen, wie bei einem Kopf-oder-Zahl Spiel.
Weiterhin werdet ihr ein hohes Spielkonto brauchen, solltet ihr lediglich MTTs spielen wollen (mindestens das 100fache des Einstiegspreises). Statistisch ist es möglich, bei jeder fünfzigsten Teilnahme an einem MTT in den Preisrängen zu landen. Was immer noch profitabel sein kann. Dennoch, generell wird der stündliche Gewinn im Vergleich zu anderen Pokervarianten kleiner sein. Bedenkt, dass MTT’s immer furchtbar lang sind. Ihr könnt leicht stundenlang spielen und keinen Preis bekommen. Wenn ihr andererseits Glück habt und zum Beispiel ein ziemlich langes MTT mit einem Eintritt von 100$ gewonnen habt, habt ihr ein Jahresgehalt an einem Tag gewonnen!!!
Strategie
Für eine gute Strategie solltet ihr das MTT in drei folgende Phasen unterteilen:
1. Der Beginn des Turniers
Bei MTT’s solltet ihr im Vergleich zu regulären Tischen eine komplett andere Strategie anwenden. Bei MTT’s ist Bluffen viel weniger effektiv. Das liegt daran, dass für gewöhnlich die Anzahl der Chips der einzelnen Spieler im Verhältnis zur Höhe des Potts viel geringer ist. Außerdem, und dass sollte man sich unbedingt bewusst machen, ist gewöhnlich der positive Effekt, den die Erhöhung der Anzahl eurer Chips hat geringer als der negative Effekt, den die gleiche Anzahl an Chips hat. Oder mit anderen Worten: eine Erhöhung von 2.000 auf 3.000 Chips wirkt sich weniger auf eure Gewinnchancen aus, als sich eine Reduzierung eurer Chips um 1.000 auf die Wahrscheinlichkeit für euch auswirkt zu verlieren. Daher ist es klug, es so oft wie möglich zu vermeiden, auf „gut Glück“ zu spielen. Ebenso wird davon abgeraten, auf einen Draw mit einem großen Anteil eurer Chips zu setzen, wenn lediglich marginalen Gewinnchancen vorherrschen. In Turnieren mit vielen Teilnehmern ist es oft mehr eine Frage des Überlebens (solange wie möglich, bis man in die Preiszone kommt), als zu gewinnen.
In der Anfangsphase eines MTT solltet ihr lediglich mit guten Blättern und bei großen Pötten versuchen, gegen die schlechten Spieler zu gewinnen. Das sollte normalerweise kein Problem sein, wenn man davon ausgeht, dass hier an den MTT’s immer eine Menge von aggressiven, leichtsinnigen Spielern teilnehmen. ihr könnt ungefähr die gleichen Blätter spielen, die wir euch in der grundlegende Strategie beim einfachen Texas Holdem erläutert haben. Und noch einmal, wir raten nachdrücklich vom Bluffen ab!
2. Halbzeit des Turniers
Während des Turniers werden die Blinds zunehmend höher, und deshalb wird es immer bedeutsamer, sie zu gewinnen. ihr solltet das Prinzip anwenden, dass es viel leichter ist mit einem schwachen Blatt zu erhöhen, als mit einem starken Blatt zu callen. Nehmt das als Strategie! Aber passt auf Spieler mit sehr vielen Chips auf. Diese haben manchmal die Strategie, mit allen möglichen Blättern zu callen, um Gegner aus dem Turnier zu drängen. In dieser Phase des Turniers ist es mehr als sonst eine Frage des Überlebens. Ihr müsst Blinds gewinnen, oder die Blinds werden eurem Turnier ein schnelles Ende bereiten. Versucht, Konfrontationen zu vermeiden, es sei denn, ihr seid euch mit eurem Blatt sicher. Bedenkt, dass an diesem Punkt einmal zu verlieren ausreichen kann, um aus dem Turnier zu fliegen.
Wenn ihr viele Chips habt, liegen die Dinge natürlich anders. In diesem Fall könnte es schlau sein, die Überlebenstechnik gegen die anderen Spieler zu missbrauchen. Setzt eure Gegner durch ständiges Erhöhen unter Druck und stellt sie vor die Wahl, entweder auszusteigen oder alles zu setzen. Sie riskieren aus dem Turnier auszuscheiden, während ihr nur einen Teil eures Einsatzes riskiert. Aber erhöht nicht ständig, ihr werdet sonst zu berechenbar. Seid euch auch der schlechten Spieler bewusst, die alles erhöhen werden.
3. Das Ende des Turniers
Am Ende eines Turniers sind alle Entscheidungen vor dem Flop wichtig. Es wird eine Sache zwischen All In oder aussteigen sein. Der wichtigste Teil des Spiels hat begonnen. Für Spieler mit geringem Einsatzguthaben kann es jetzt vernünftig sein, alles zu setzen, wenn es angebracht erscheint sogar auch mit schlechten Blättern. Wenn ihr aussteigt, könntet ihr zuviel verlieren, und wenn ihr alles setzt, habt ihr zwei Möglichkeiten zu gewinnen: ihr gewinnt, weil alle anderen aussteigen oder weil sich schließlich herausstellt, dass ihr doch das beste Blatt habt. In diesem Abschnitt könnt ihr wirklich die verrücktesten Situationen erleben (z.B. Leute die mit AA alles setzen, werden mit J2 herausgefordert und verlieren gegen die J2). Falls ihr ein solides oder großes Einsatzguthaben habt, ist es das Beste, entsprechend der jeweiligen Situation zu handeln. Wenn ihr ein A habt, habt ihr einen Vorteil gegenüber allen Spielern mit zwei verschiedenen Karten ohne ein A. Falls ihr ein Paar (Pocket Pair/Paar) habt, habt ihr einen kleinen Vorteil gegenüber allen Spielern ohne Pocket Paar, und ihr habt einen riesigen Vorteil oder Nachteil gegenüber allen Spielern, die auch ein Pocket Paar haben (wenn zwei Pocket Paare gegeneinander alles setzen, hat das höchste Paar eine Gewinnchance von 4 zu 1!!). Also, wenn ihr ein A oder Pocket Paar in dieser Situation habt, solltet ihr alles wetten (All In), besonderes wenn ihr nur ein kleines Guthaben habt. ihr könnt es euch dann nicht länger leisten, dass euch die Blinds weggeschnappt werden. Die Gefahr ist sowieso da, dass ihr verliert, wobei ihr gleichzeitig die Chance habt, noch die Blinds zu gewinnen.
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